Training in den Bergen

velocity on Tour

Training in den Bergen

Ursprünglich wollten wir im September diesen Jahres noch mal in den Alpen ein bisschen Mountainbike fahren …. Mein Arbeitskollege und auch guter Freund Daniel kam dann jedoch auf die Idee: „Mensch, lass uns doch mal wieder Rennrad fahren…!“

Ich war sofort begeistert! Höhenmeter auf den Alpenpässen schrauben?! Was gibt es denn bitte schöneres? Natürlich ist da etwas Leid vorprogrammiert, aber, ohne Fleiß kein Preis. Das gilt immer noch.

Daniel übernahm das Organisatorische, wie z.B. das Hotel zu reservieren. Hier eine klare Empfehlung von unserer Seite. www.explorer-hotels.com

Leckeres Frühstück, ortskundige und freundliche Mitarbeiter, bequeme Betten und saubere Zimmer – die auch noch mit komplett grüner Energie versorgt werden. Das alles für einen schmalen Taler, was will man mehr?!

Am Mittwoch den 14.09.16 brachen wir gegen 09 uhr auf, um uns ins 750 Kilometer entfernte Montafon zu begeben. Die Region Silvretta/Montafon im Bundesland Vorarlberg in Österreich bietet mit Ihren wunderschönen Bergpanoramen so einige Anreize sich auf´s Fahrrad zu begeben. Gegen etwa 17 uhr haben wir vor Ort eingecheckt, eben schnell ausgepackt und uns dann auch direkt auf´s Rad geschwungen. Knapp 35Km und 800 Höhenmeter in unter einer Stunde von Gaschurrn nach Gargellen. Nach einem langem Tag im Auto eigentlich noch ganz ordentlich. Wir waren jedenfalls zufrieden.

Um 6:30uhr klingelte am nächsten Morgen der Wecker. Das Wetter lud diesen Tag bei diesigen 9 Grad Celsius nicht besonders zum Rad fahren ein. Am Tag zuvor hatten wir immerhin noch 22 Grad und Sonne. Nach einem guten und ausgiebigem Frühstück mit dem obligatorischen Radfahrer-Doping (Kaffee), ging es dann aber dennoch rein in die Pelle und rauf auf´s Rad! Gaschurrn – Galtür -Gaschurrn. Das war unsere Route… 52,4 km mit knapp 1600 Höhenmetern. Schon nach 6 Kilometern wussten wir nicht mehr so ganz warum wir uns das antun 😉 Zwischen uns und der Bielerhöhe auf über 2000 Metern lag nur die Silvrettahochalpenstrasse mit ihren knackigen Anstiegen und über 30 Kehren. Ich verspreche euch, man prägt sich jede Kehre genaustens ein. Ab der Hälfte der Kehren wurde zumindest das Wetter etwas besser. Auf dem ersten Plateau trübten gigantische Bauarbeiten die sonst eigentlich sehr schöne Aussicht. Also weiter hoch pedallieren… Oben angekommen hatten wir bei doch wieder relativ kühlem Wind eine schöne Aussicht auf ein in diesem Moment zwar sehr graues, aber ordentliches Bergpanorama. Nicht unbedingt idyllisch, aber irgendwie doch ganz schön. Ich schiebe das mal auf die Endorphine 😉  Nach einer kurzen Fotopause ging es dann auf der anderen Seite herunter nach Galtür. 10 Kilometer Abfahrt mit dem Rennrad. Da kommen schnell mal Gefühle auf, die man sonst nur aus einem Sportwagen kennt 😉 Es kam auf jedenfall noch ein Quäntchen Adrenalin zum Endorphin hinzu.

In Galtür angekommen gab es erst einmal lecker Kaffee und Kuchen 🙂 Das hat sich gelohnt kann ich euch sagen!

Zurück ging es dann über einen kleinen Nebenpass. Der kurze Anstieg von 250 Höhenmetern auf 4 Kilometern hatte es mit seinen kleinen Rampen von bis zu 30% Steigung dennoch in sich. Danach ging es dafür recht malerisch durch viele enge Serpentinen bergab. Vorbei an saftigen Wiesen, auf denen sich ganz idyllisch ein paar Kühe vestreut hatten, genossen wir das atemberaubende Panorama des Montafon.

Gegen Mittag waren wir dann wieder zurück im Hotel. Das Wetter wurde zum Glück immer besser, so dass wir am Nachmittag noch einmal zu einer kleineren Runde mit 45 Kilometern und 850 Höhenmetern los konnten.

Insgesammt waren es 2 1/2 Tage mit vielen Höhenmetern und feschen Kilometern in einer der schönsten Regionen Österreichs.

Gesamtkilometer: 200,8 Kilometer

Höhenmeter: 5480 Höhenmeter

Highlight: Silvretta Hochalpenstrasse und Nebenpass

Artikel von Dennis Bachstein